Veranstaltung: Denkraum

Diskussion zum Thema Wettbewerbe (red dot, Designpreis Rheinland-Pfalz, DMY, 100 beste Plakate etc.)

Datum: 05.10.2015
Ort: Büro Joachim Kobuss

Ein Schwerpunkt unserer Denkräume in 2015 war das Thema Wettbewerbe. Vor diesem Hintergrund diskutierten wir einige wesentlichen Fragen:

  • Warum Wettbewerbe?
  • Was wäre wenn Wettbewerbe den Designer in den Mittelpunkt stellen?
  • Wie könnte eine neue Wettbewerbskultur entstehen?

 

Es bestand weitgehende Einigkeit darüber, dass Wettbewerbe im Prinzip sinnvolle Möglichkeiten bieten, den Diskurs zum Design im allgemeinen zu fördern und eine mehr oder weniger große Öffentlichkeit zu erzeugen. Ebenso einig waren wir uns darüber, dass die
Qualität der Wettbewerber sehr unterschiedlich ist und zwischen den rein kommerziellen und den geförderten differenziert werden muss. 

Es ist offensichtlich, dass bei den kommerziellen Awards die Marketingorientierung im Vordergrund steht und damit die Gestaltungsqualität zur Nebensache mutiert, genau wie die beruflichen Designer – als Autoren bzw. Moderatoren. Diese typische Degradierung der Designer zu Nebendarstellern wirft die Frage auf, wie Wettbewerbe »designt« werden müssten um deren Leistung angemessen zu würdigen. Hier haben die geförderten Wettbewerbe, wie z.B. der Designpreis Rheinland-Pfalz eine wichtige Funktion.

Wie daraus eine neue Wettbewerbskultur entstehen könnte, hängt wesentlich davon ab, dass Initiatoren und Institutionen ein stärkeres Gegengewicht zu den kommerziellen Wettbewerben entwickeln. Dies ließe sich sicher nur über einen breit angelegten Dialog und einem intelligenten Wettbewerb – durch Kooperation – ermöglichen. Dieses Thema wird uns sicher – auch aus aktuellen Anlässen – relevant beschäftigen.

Teilnehmer*innen: Joachim Kobuss, Lisa Steingräber, Fanny Gaßmann, Yvonne Hagenbach, Kattrin Richter, Stefanie Ollenburg, Susanne Zippel 

Beitrag zur Diskussion von Joachim Kobuss